Auszeit und Work-Life-Balance - finanzielle Freiheit planen

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Immer mehr Menschen sehnen sich nach einer beruflichen Auszeit – sei es für Familie, Reisen, Weiterbildung oder einfach zum Durchatmen. Ein Sabbatical ist dabei keine Spinnerei, sondern ein echter Wunsch vieler Arbeitnehmer. Für Arbeitgeber kann dieses Modell – richtig umgesetzt – sogar ein Wettbewerbsvorteil sein. 

 Warum Sabbaticals so gefragt sind 

Aktuelle Studien zeigen: Fast jeder zweite Arbeitnehmer (48 %) in Deutschland wünscht sich die Möglichkeit eines Sabbaticals. Besonders stark ist der Wunsch bei Jüngeren (18–35 Jahre: ca. 60 %), doch auch die Altersgruppe der 40–55-Jährigen zeigt mit über 50 % ein deutliches Interesse. In der Realität nehmen jedoch weniger als 5 % tatsächlich eine Auszeit – häufig, weil finanzielle Sicherheit fehlt oder betriebliche Modelle fehlen. 

 So funktionieren Lebensarbeitszeitkonten 

Lebensarbeitszeitkonten, auch Zeitwertkonten genannt, sind die Grundlage für ein flexibles Sabbatical-Modell. 

  • Arbeitnehmer können Teile ihres Brutto-Gehalts, Überstunden oder Sonderzahlungen ansparen. 
  • Diese Rücklagen werden später als „Ersatzgehalt" während der Auszeit ausgezahlt. 
  • Steuerlich interessant: Die Einzahlungen sind zunächst steuer- und sozialabgabenfrei – versteuert wird erst die Auszahlung, oft zu einem niedrigeren Steuersatz. 

Ein Beispiel:
Ein Mitarbeiter spart 5.000 € pro Jahr auf ein Lebensarbeitszeitkonto. Nach fünf Jahren hat er 25.000 € angesammelt. Damit kann er sich mehrere Monate Auszeit finanzieren – mit vollem Versicherungsschutz und rechtlicher Absicherung. 

 Arbeitgeber-Perspektive: Chancen und Herausforderungen 

Für Arbeitgeber sind Sabbaticals mehr als ein „Goodie". 

  • Flexibilität: Zeitwertkonten erlauben, Arbeitszeiten und Personaleinsatz besser zu steuern. 
  • Mitarbeiterbindung: Wer Sabbaticals ermöglicht, steigert Attraktivität und Loyalität. 
  • Bilanzielle Vorteile: Über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) können Rückstellungen abgesichert und neutralisiert werden – positiv im Hinblick auf Bilanz und Rating. 

Herausforderung: Die Abwesenheit muss organisiert und kompensiert werden. Ohne klare Planung kann ein Sabbatical Lücken reißen. 

Arbeitnehmer-Perspektive: Sicherheit und Freiraum 

Ein Sabbatical bringt viele Vorteile: 

  • Selbstbestimmte Lebenszeit für Familie, Pflege, Weiterbildung oder Reisen. 
  • Sicherheit durch insolvenzgeschützte Rücklagen über ein CTA oder Treuhandmodell. 
  • Sozialversicherung: Beschäftigungsverhältnis bleibt bestehen, Beiträge laufen über das Zeitwertkonto weiter. 

Wichtig: Sabbaticals sind kein gesetzlicher Anspruch, sondern müssen im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart werden. Einige Branchen – wie die Metall- oder Chemieindustrie – haben bereits entsprechende tarifliche Lösungen geschaffen. 

 Steuer- und Rechtstipps für die Praxis 
  1. Treuhandmodell wählen: Guthaben werden insolvenzgeschützt ausgelagert. 
  2. Progressionsvorteil nutzen: Einzahlungen in Jahren mit hohem Einkommen, Auszahlungen in Jahren mit geringerer Steuerlast. 
  3. Tarifverträge prüfen: Oft bestehen branchenspezifische Lösungen. 
  4. Vertragsgestaltung klar regeln: Auszeitdauer, Rückkehrregelung, Vertretung und Verfallklauseln schriftlich festhalten. 
Warum Sabbaticals zur Zukunft gehören 

Die Arbeitswelt verändert sich – Flexibilität und Work-Life-Balance sind längst zentrale Kriterien bei der Jobwahl. Sabbaticals in Verbindung mit Lebensarbeitszeitkonten sind daher nicht nur ein Arbeitnehmerwunsch, sondern ein echtes Strategieinstrument für Arbeitgeber. 

Kay B. Rogalla sagt dazu:
„Erst die Bildung über Vermögen ermöglicht die Bildung von Vermögen." 

Und genau das gilt auch für die Lebenszeit – denn klug geplant schafft sie Freiraum für das, was wirklich zählt. 

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podcast.kay-rogalla.de

Bis bald und beste Grüße – Kay B. Rogalla 

Autor: Veröffentlicht: 26. Oktober 2025Zuletzt aktualisiert: 22. März 2026

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Wer ist Kay B. Rogalla?
Sabbatical und Lebensarbeitszeitkonten: Flexibilität für Mitarbeiter und Arbeitgeber – Kay B. Rogalla
  • Branchenstart im Jahr 2004
  • studierter Finanzfachwirt (FH)
  • Seit 2017 Geschäftsführer eines der ältesten unabhängigen Finanzmaklervertriebe in Deutschland
  • Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für betriebliche Leistungsoptimierung e.V.
  • Nationaler Sachbuchautor von „Die statischen Grundgesetze der Vermögensarchitektur“
  • Internationaler Co-Bestseller-Autor
  • Doppel-Awardträger in Dubai
  • 7-facher Award-Finalist
  • Finanz-Forenbetreiber mit über 100.000 Beiträgen
  • Namhafter Experte innerhalb der Finanzbranche