Geld regiert die Welt. Aber wer bringt unseren Kindern eigentlich bei, wie man damit umgeht?
Die Schule? Eher selten. Die Eltern? Wenn überhaupt, dann sehr unterschiedlich. Dabei ist finanzielle Bildung der Schlüssel zu einem souveränen Leben und damit eine der wertvollsten Ressourcen, die wir der nächsten Generation mitgeben können.
Warum finanzielle Bildung heute wichtiger ist denn je
Ob steigende Lebenshaltungskosten, wachsende Altersvorsorge-Lücken oder der immer frühere Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln, Kinder und Jugendliche wachsen in einer Welt auf, in der finanzielle Entscheidungen früh getroffen werden müssen, oft ohne ausreichend Wissen im Gepäck.
Laut OECD-Studien verfügt ein Großteil der jungen Erwachsenen über nur rudimentäre Kenntnisse in Sachen Geld, Zinsen, Schulden und Investitionen. Und das, obwohl sie sich schon in jungen Jahren mit Themen wie Taschengeld, Online-Shopping oder Kontoführung auseinandersetzen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, und der beginnt bei uns Erwachsenen.
Warum Eltern, Unternehmer und Selbstständige aktiv werden sollten
Finanzielle Bildung beginnt nicht im Klassenzimmer, sondern im Alltag. Vorbildfunktion ist dabei alles. Ob als Elternteil, Arbeitgeber oder einfach als engagierter Erwachsener, Sie haben die Chance, jungen Menschen echte Finanzkompetenz vorzuleben.
Das beginnt bei einfachen Gesprächen über Ausgaben und Budgetplanung und geht bis hin zur spielerischen Einführung in wirtschaftliche Zusammenhänge. Auch Azubis oder Praktikanten in Ihrem Unternehmen profitieren enorm davon, wenn finanzielle Themen Teil des Onboardings sind.
Wie steht es wirklich um die Finanzbildung?
- Laut Bundesbank verfügen nur rund 43 % der unter 30-Jährigen über ausreichende finanzielle Grundkenntnisse.
- Laut einer Umfrage des Statistischen Bundesamts fühlen sich über 60 % der Jugendlichen schlecht auf finanzielle Entscheidungen vorbereitet.
- Studien der OECD belegen, dass Länder mit verpflichtender Finanzbildung in der Schule langfristig besser in wirtschaftlichen Grundkompetenzen abschneiden.
Wussten Sie schon?
Kinder, die früh den Umgang mit Geld lernen, entwickeln signifikant seltener Schuldenprobleme im Erwachsenenalter.
Quelle: OECD (Programme for International Student Assessment, PISA Financial Literacy Study)
Wie Sie mit kleinen Schritten große Wirkung erzielen
- Taschengeld sinnvoll gestalten: Regelmäßige Beträge fördern Planung und Verantwortung.
- Sparziele setzen: Ob für ein Spielzeug oder ein großes Projekt, gemeinsam Ziele zu erreichen, motiviert.
- Finanz-Apps oder Spiele nutzen: Es gibt zahlreiche altersgerechte Tools, die spielerisch Wissen vermitteln.
- Unternehmertum vorleben: Zeigen Sie, wie Selbstständigkeit und Wirtschaft in der Praxis funktionieren, z. B. durch Gespräche, Praktika oder kleine Projekte.
Finanzielle Bildung ist eine Investition in die Zukunft
Kinder brauchen keine komplizierten Börsenstrategien, sondern alltagsnahe Unterstützung beim Verstehen von Geld. Wenn Sie sich als Elternteil, Unternehmer oder Coach engagieren, leisten Sie einen aktiven Beitrag zur wirtschaftlichen Mündigkeit der nächsten Generation.
Und denken Sie daran
„Erst die Bildung über Vermögen ermöglicht die Bildung von Vermögen.“
Bis bald und beste Grüße
Kay B. Rogalla
Lieber hören als lesen?
Podcast „Deine Vermögensarchitektur Talk“
Die Themen aus dem Journal bespreche ich dort ausführlicher, mit Gästen und Beispielen aus meiner Beratung.
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