ETF Exchange Traded Funds als Anlagestrategie

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten 

Wer einfach nur „ETF-Sparplan“ in einer Neobroker-App einstellt, könnte bald von unerwarteten Kosten oder schlechterer Ausführungsqualität überrascht werden. 🚨 Neue EU-Regeln stellen das Geschäftsmodell vieler Anbieter auf den Kopf – und wer nicht rechtzeitig reagiert, könnte Rendite verlieren, ohne es zu merken. 

 Warum sich die Spielregeln ändern 

Die EU hat beschlossen: „Payment for Order Flow“ (PFOF) wird EUweit verboten – mit Übergangsfrist bis 30. Juni 2026.
Quellen: EU-Verordnung MiFID II-Änderung, BaFin – PFOF-Erklärung 

Was bedeutet das?
Bislang erhielten Neobroker eine Vergütung von Handelsplätzen, wenn sie Kundenorders dorthin weiterleiteten. Das ermöglichte „kostenlosen Handel“. Nach dem Verbot müssen Anbieter andere Einnahmequellen finden – und das kann höhere Gebühren, schlechtere Ausführungsqualität oder versteckte Kosten für Anleger bedeuten. 

 Wer die ETF-Welt dominiert – und wo die Gewinne bleiben 

Rang  Anbieter  Marktanteil Europa  AUM (geschätzt)  Gewinnverwendung 
1️  iShares (BlackRock)  41,7%  ~988MrdUS-Dollar  Ausschüttung minus Management- & Transaktionskosten 
2️  Amundi ETF  12,3%  ~293MrdUS-Dollar  Ausschüttung minus Fonds- & Swapkosten 
3️  Xtrackers (DWS)  10,9%  ~258MrdUS-Dollar  Ausschüttung minus Wertpapierleihe-Erträge 
4️  Vanguard  7,2%  ~171MrdUS-Dollar  Hohe Rückgabequote, dennoch Managementkosten 
5️  UBS ETFs  5,2%  ~123MrdUS-Dollar  Ausschüttung abzüglich TER & Transaktionskosten 

💡 Wichtig: Kein ETF gibt alle Bruttoerträge 1:1 an Anleger zurück.
Grund sind Managementgebühren, interne Handelsspannen, Kosten für Swap-Absicherungen oder Einnahmen aus Wertpapierleihe, die einbehalten werden. 

 Top 5 Neobroker – wer besonders betroffen ist 

Rang  Neobroker  Kunden / AUM  Bemerkung 
1️  Trade Republic  ~8 Mio / ~100 Mrd  Starke Abhängigkeit von PFOF 
2️  Scalable Capital  ~30 Mrd€ AUM  Wachstumsstark, ebenfalls betroffen 
3️  Flatex / Onvista  >1 Mio Kunden  Bisher Mischmodell Gebühren + PFOF 
4️  DEGIRO / Smartbroker  mehrere 100.000  Teilweise EU-weit aktiv 
5️  BUX / justTRADE / eToro  variabel  Fokus auf Kleinanleger 

Alle müssen spätestens 2026 neue Preis- und Geschäftsmodelle entwickeln.

Das kann bedeuten:

  • höhere Ordergebühren
  •  weniger kostenlose Sparpläne
  • schlechtere Konditionen für kleine Orders
  • eingeschränkte Handelszeiten oder Handelsplätze

  Was ETF-Anleger jetzt verstehen sollten 

  • Es gibt über 20 verschiedene MSCI World ETFs – nicht alle sind identisch, weder in Kosten noch in Indexabdeckung. 
  • Physische vs. synthetische ETFs: Unterschiedliche Risiken, vor allem bei Replikation und Liquidität. 
  • Fractional Shares: Attraktiv für Kleinanleger, aber oft mit eingeschränkten Rechten und Ausführungsqualität. 
  • USA-Lastigkeit: Rund 70% US-Anteil im MSCI World – politisches Risiko inklusive. 

 Die bessere Strategie: Aktiv gemanagte Multi-Asset-Portfolios 

Wer nur auf ETFs über einen Neobroker setzt, hängt voll am Markt – ohne flexible Anpassung bei Krisen, Zinsen oder Währungsschwankungen.
Besser: Eine maßgeschneiderte Vermögensarchitektur mit 

  • aktiven Fonds 
  • Sachwerten (Immobilien, Rohstoffe, Kunst, Agrar) 
  • globaler Diversifikation 
  • flexibler Risikosteuerung 
  • steueroptimierten Strukturen 

So sicherst du dir Marktzugang, Stabilität und Rendite – unabhängig davon, welche Geschäftsmodelle bei Brokern gerade wackeln. Und ja, das geht auch ohne versteckte „PFOF-Fallen“ 😉 

 

Mein Fazit: Jetzt handeln, bevor die Regeln durchschlagen 

Die EU dreht am Fundament der Neobroker. Wer erst reagiert, wenn Gebühren steigen oder Ausführungen schlechter werden, hat möglicherweise schon Rendite verschenkt.
Die Lösung: Strategie statt AppHoffnung.
Lass uns gemeinsam prüfen, wie du deine Investments krisensicher, diversifiziert und professionell aufstellen kannst – auch jenseits von ETFs. 


Und denke daran:

„Erst die Bildung über Vermögen ermöglicht die Bildung von Vermögen“.

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Bis bald und beste Grüße

Kay B. Rogalla 


Autor: Veröffentlicht: 19. September 2025Zuletzt aktualisiert: 22. März 2026

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Wer ist Kay B. Rogalla?
ETF Alarm 2025: Neue EU-Regeln treffen Neobroker – und Millionen Anleger müssen jetzt handeln! – Kay B. Rogalla
  • Branchenstart im Jahr 2004
  • studierter Finanzfachwirt (FH)
  • Seit 2017 Geschäftsführer eines der ältesten unabhängigen Finanzmaklervertriebe in Deutschland
  • Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für betriebliche Leistungsoptimierung e.V.
  • Nationaler Sachbuchautor von „Die statischen Grundgesetze der Vermögensarchitektur“
  • Internationaler Co-Bestseller-Autor
  • Doppel-Awardträger in Dubai
  • 7-facher Award-Finalist
  • Finanz-Forenbetreiber mit über 100.000 Beiträgen
  • Namhafter Experte innerhalb der Finanzbranche